Artikel im SÜDKURIER zur Bestätigung der Vorzugsvariante des RP Freiburg

Online am 17.09.2026 unter dem Titel „Umstrittene Ortsumfahrung und massive Zweifel beim Streit rund um B523-Projekt“ und gedruckt am 18.09.2026 unter „Lückenschluss sorgt für große Spaltung“ lässt Redakteur Markus Schmitz vom SÜDKURIER einige Befürworter und Gegner des „Lückenschlusses“ zu Wort kommen. 

„Mit der Zustimmung der Verkehrsminister in Bund und Land ist die Diskussion neu entflammt… Was die einen als Meilenstein bezeichnen, sehen andere wiederum als Grabstein für ökologische Belange.“ (Quelle: https://www.suedkurier.de/schwarzwald/ein-schritt-naeher-am-lueckenschluss-wie-ein-strassenbauprojekt-weiterhin-fuer-spaltung-sorgt-115253609) Diesem „Ewigkeitsprojekt“ B523 positiv gegenüber stehen laut Redakteur Markus Schmitz die Stadt Villingen-Schwenningen incl. Weilersbach, der Mönchweiler Bürgermeister Rudolf Fluck oder der ehemalige Gemeinderat von Nordstetten Ernst Reiser. Es gebe bei der Stadt allerdings gewisse Bedenken: So sehe die Stadt die Nähe der Trasse zu den Wohngebieten Haslach und Wöschhalde kritisch, weshalb sie auf Lärmschutz dränge, „um die Betroffenheit der dortigen Bewohner möglichst kleinzuhalten.“ Die Pressesprecherin Madlen Falke betone, dass das Projekt ein wichtiger Schritt sei, „die seit Jahren bestehenden Verkehrsbelastungen im Stadtgebiet (Villingen) und den angrenzenden Ortsteilen nachhaltig zu reduzieren und eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung zu schaffen.“ Lärmbelästigungen und die Durchschneidung eines Naherholungsgebiets kritisiere die Weilersbacher Ortsvorsteherin Yvonne Schuler, sie unterstütze aber grundsätzlich das Bauvorhaben.

Skepsis herrsche hingegen in Obereschach vor: Laut Ortsvorsteher Jürgen Goltz sehe der Ortschaftsrat das Projekt kritisch. Es liege die Vermutung nahe, „dass die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens immer mehr infrage gestellt wird“, heißt es in einer Stellungnahme des Ortschaftsrats, die im SÜDKURIER zitiert wird. 

Viel Raum gibt Redakteur Markus Schmitz den Argumenten der Bürgerinitiative NORDZUBRINGER NEIN DANKE (fälschlicherweise schreibt er von der Bürgerinitiative „B523 nein danke“), die er von Max Bammert, einem der vier Sprecher der Bürgerinitiative, eingeholt hat: So werde sich die Bürgerinitiative gezielt auf die für dieses Jahr angekündigte Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums in VS vorbereiten, um ihre „Sicht der Dinge dort auf den Punkt zu bringen.“ Auf der Homepage der Bürgerinitiative sei eine Vielzahl von Argumenten gegen das Projekt zu finden. „Zentrale Kritikpunkte“ gegen den Bau der B523 seien „Zweifel am Nutzen der Trasse im Verhältnis zu den Kosten, die zunehmenden Lärmbelastungen in den Wohngebieten und der Flächenverbrauch“. Die BI-Mitglieder hätten Zweifel daran, dass die veranschlagten 80 Millionen zu halten seien. Außerdem bringe Max Bammert „klimapolitische Erwägungen gegen das Vorhaben in Stellung … Mit dem Wegfall von Versickerungsflächen könnten die ohnehin heißen Sommer noch belastender für die Einwohnerschaft werden.“ Immerhin sollen Flächen in der Größenordnung von 26 Fußballfeldern versiegelt werden. 

Fazit des Artikels: Ob die Region tatsächlich den „Lückenschluss“ braucht, ist weiterhin umstritten.

Quelle: https://www.suedkurier.de/schwarzwald/ein-schritt-naeher-am-lueckenschluss-wie-ein-strassenbauprojekt-weiterhin-fuer-spaltung-sorgt-115253609